Bubenheimer Honigberg

Bubenheimer Honigberg

Kein süßer Honig, dafür genetisch wertvolle Mutterreben
Natürlich gibt es auch Bienen im Bubenheimer Honigberg. Es wäre schlimm, wenn nicht! Aber dass dort einst besonders viele Bienenvölker angesiedelt oder Imker tätig waren, ist unwahrscheinlich. Viel eher könnte das Wort „Honig“ von „hunnisch“ abgeleitet worden sein. „Hunnisch“ oder auch „Heunisch“ bezeichnet eine alte Weinsorte bzw. Sortenfamilie. Im Hoch- und Spätmittelalters unterschied man zwischen „hunnischen“ und fränkischen Reben. Ja, die Hunnen (gemeint sind die Ungarn) und die Franken. Auch Hildegard von Bingen schrieb darüber. Klar ist, dass der Heunisch entscheidend zum Genpool heutiger Reben beigetragen hat, quasi eine alte Mutterrebsorte. Aber ob der Bubenheimer Honigberg einst „Heinischberg“ hieß, das weiß niemand mehr. Auf Löss und Kalkstein gedeiht Rebsortenvielfalt. Eine wellenförmige Bank für zwei Personen bietet am Thalberg einen schönen Selztalblick. Das Flüsschen Selz flankiert nämlich das Dorf gen Osten.

  •  Entdecke die Einzellage via „Hiwweltour Westerberg“ (Zuweg in Höhe der Walter-Zoth-Hütte). Am Weedmännchen-Brunnen in der Dorfmitte sind die beiden Einzellagen, Honigberg und Kallenberg, verewigt. 
Bubenheimer Honigberg
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Bubenheimer Honigberg
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Daten und Fakten

Bubenheim 99 Hektar 140-220 m Ost
Bereich:
Bingen
Region:
Kaiserpfalz
Einzellage:
Honigberg
Gemarkung:
Bubenheim

Bodenarten

Löss/Pararendzina

Loess Pararendzina , © Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

Windablagerung von kalkhaltigem Staub in den Eiszeiten

fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden, toniger Schluff, sehr gute Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser, ausreichende Durchlüftung, nährstoffreich, kalkhaltig, mäßige Erwärmbarkeit, gute Durchwurzelbarkeit, hohes Wuchspotenzial

Gelbfruchtige Aromen, Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus, feinfruchtig, schlank, erfrischend, sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, saftig elegant, früh trinkbar, süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit,fruchtig fröhliche Ausprägung

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Kalkstein/Rendzina

Kalkstein Rendzina

Teritiäre Meeresablagerungen einen Kalkalgenriffs

Flach- bis mittelgründiger, sehr kalkreicher, sehr steiniger, sandiger Lehmboden, geringe Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser, nährstoffreich, kalkreich, gute Durchlüftung, gute Erwärmbarkeit, eingeschränkte Durchwurzelbarkeit

Ausdrucksvoll, lebhaft, aromatisch, zunächst Zitrus-, Apfel- und Stachelbeernoten, mit zunehmender Reife Mango und Maracuja. Ausgewogene Säure, mineralisch, kreidig, elegant, facettenreich, tiefgründig, verschlossen in der Jugend, großes Entwicklungspotential

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